SIMATIC PCS 7 ist die DCS-Plattform von Siemens, die Steuerungen, dezentrale Ein-/Ausgänge, Operatorstationen, Engineering-Werkzeuge sowie Archivierungs- und Diagnosefunktionen einer Prozessanlage in einer gemeinsamen Leitsystemarchitektur vereint. Die aktuelle Siemens-Produktseite stellt die Version PCS 7 V10.0 in den Vordergrund; eine fundierte Investitionsentscheidung lässt sich jedoch nicht allein anhand der Versionsbezeichnung treffen. Anforderungen an den kontinuierlichen Anlagenbetrieb, Regelkreise, Feldsignale, Redundanz, funktionale Sicherheit, explosionsgefährdete Bereiche, Benutzerrollen, Rezepturen und Berichtswesen müssen von Anfang an definiert werden. Dieser Leitfaden dient dazu, das System nicht als „PLC- und Bildschirm-Paket“ auszuwählen, sondern als Prozessleitinfrastruktur, deren Lebenszyklus vom Engineering über den Betrieb bis zur Modernisierung und Cybersicherheit gesteuert wird.

Modellieren Sie den Prozess Definieren Sie Teilanlagen, Steuermodule, Ablaufsteuerungen, Alarme und Betriebsszenarien vor der Hardware. Stufen Sie die Verfügbarkeit ein Ermitteln Sie anhand einer Auswirkungsanalyse für jede Funktion, ob eine einfache, redundante oder im laufenden Betrieb austauschbare Architektur erforderlich ist. Wählen Sie die Feldebene Ordnen Sie konventionelle Signale sowie HART-, PROFINET-, PROFIBUS PA- und Ex-Anforderungen der geeigneten dezentralen I/O zu. Planen Sie den Lebenszyklus Nehmen Sie Versionen, Patches, Virtualisierung, Datensicherung, Tests, Lizenzen und den Migrationspfad in den ursprünglichen Projektumfang auf.

Bei welchen Projekten schafft PCS 7 einen DCS-Mehrwert?

Bei kontinuierlichen, semikontinuierlichen oder diskontinuierlichen Prozessen genügt es nicht, dass die Steuerung lediglich Logik ausführt. Das Bedienpersonal muss den Prozesszustand über einheitliche Bildbausteine erfassen, Alarme nach Priorität bearbeiten, Trends mit historischen Aufzeichnungen vergleichen und Ablaufschritte verfolgen können. Das Instandhaltungsteam benötigt Zugriff auf die Gerätediagnose. Ein DCS bietet für diese Aufgaben ein gemeinsames Datenmodell und einen gemeinsamen Engineering-Ansatz. In der Chemie-, Energie-, Pharma-, Wasser-, Lebensmittel- und Bergbauindustrie sowie vergleichbaren Prozessindustrien sind die lange Anlagenlebensdauer und der Bedarf an kontrollierten Änderungen wesentliche Gründe für die Prüfung von PCS 7.

Für ein kleines Skid kann eine eigenständige PLC/HMI-Lösung schlanker sein; in einer Anlage, die zahlreiche Teilanlagen, gemeinsame Versorgungseinrichtungen und eine zentrale Bedienführung zusammenführt, können voneinander getrennte Projekte dagegen die Lebenszykluskosten erhöhen. Bei der Entscheidung sollten nicht nur die anfänglichen Lizenz- oder Schaltschrankkosten betrachtet werden. Wiederverwendbares Engineering, Alarmstandards, Ersatzteile, Bedienerschulung, Änderungszeiten während eines Stillstands, die Pflege der Cybersicherheit und zukünftige Kapazitätsreserven gehören zu den Gesamtbetriebskosten.

Auswahl- und Prüfkriterien für die Architekturebenen von SIMATIC PCS 7
EbeneZentrale AuswahlfrageIm Projekt zu prüfender Aspekt
AutomatisierungssystemWelche Anforderungen bestehen an Steuerungslast, Zykluszeit, Verfügbarkeit und fehlersichere Funktionen?CPU-Kapazität, Netzwerklast, Redundanzverhalten und tatsächliche Zykluszeiten
Prozess-I/OWelche Anforderungen bestehen hinsichtlich Signaltyp, Feldstandort, Ex-Zone, HART und redundanten Kanälen?Modul-/Anschlussvariante, Kabel, Stromversorgung, Isolation, Kanaldiagnose und Temperaturgrenzen
Operatorsystem und ServerWie viele Bedienbereiche, gleichzeitige Benutzer und Archive sind vorgesehen, und welche Verfügbarkeitsziele gelten?Server-/Client-Anordnung, Bildperformance, Zeitsynchronisation und Failover
EngineeringWie werden Vorlagen, Bibliotheken, Benutzerrollen und der Änderungsprozess verwaltet?Version, Übersetzung, Berechtigungen, Testumgebung, Datensicherung und Wiederherstellung
Übergeordnete SystemeWelche Daten erhalten MES, Labor, Energiemanagement, Instandhaltung und Berichtswesen in welchem Kontext?Schnittstellenverantwortung, Datenqualität, Pufferung, Sicherheit und Verhalten bei Verbindungsverlust

Vom gemeinsamen Engineering zur einheitlichen Bedienansicht

Der zentrale Nutzen von PCS 7 besteht darin, die Steuerungslogik und die Bedienansicht eines Prozessobjekts nicht mehr als zwei voneinander getrennte Projekte zu behandeln. Ein für Motoren, Ventile, analoge Messungen oder PID-Regelkreise verwendetes Typikal umfasst gemeinsam das Verhalten von Steuerungsbaustein, Alarmen, Zuständen und Bildbaustein. Wenn das Projektteam Benennung, Maßeinheiten, Alarmklassen, Farben, Zugriffsrechte und Instandhaltungszustände standardisiert, sprechen unterschiedliche Teilanlagen dieselbe Bediensprache. Dies kann die Inbetriebnahmezeit verkürzen und das Risiko von Bedienfehlern verringern.

Standardisierung bedeutet nicht, alles in eine einzige riesige Vorlage zu packen. Wiederverwendbare Typen und anlagenspezifische Instanzen müssen getrennt werden. Bei einer Typänderung wird festgelegt, welche Instanzen betroffen sind, wie die Aktualisierung in der laufenden Anlage umgesetzt wird und welcher Rückfallplan gilt. Funktionsbeschreibung, Ursache-Wirkungs-Matrix, Alarmphilosophie und Bildnavigation bilden die Eingangsgrößen der Engineering-Bibliothek. Auch beim Einsatz automatischer Generierungswerkzeuge bleiben die Rückverfolgbarkeit zwischen erzeugter Logik und Quelldaten sowie unabhängige Tests erhalten.

Bedien- und Anlagenvisualisierung zur Darstellung des Prozessleitsystems SIMATIC PCS 7
SIMATIC PCS 7 ist ein DCS-Ansatz, der Engineering-, Automatisierungs- und Operatorebene um ein gemeinsames Prozessmodell zusammenführt. Bild: offizielle PCS 7-Produktseite von Siemens.

Auswahl des Automatisierungssystems: SIMATIC S7-410

Auf der aktuellen Seite zu Prozessautomatisierungssystemen positioniert Siemens die Familie SIMATIC S7-410 als skalierbares Automatisierungssystem für PCS 7 mit Schwerpunkt auf Hochverfügbarkeit. Die CPU 410 kann für Neuinstallationen und Hochrüstungen in Betracht gezogen werden; eine redundante PROFINET-Anbindung bietet eine Architekturoption für Echtzeitkommunikation und Diagnose. Die Bezeichnung „redundante CPU“ macht jedoch nicht die gesamte Anlage hochverfügbar. Einzelne Ausfallpunkte in Stromversorgung, Kommunikationswegen, I/O, Servern, Netzwerkgeräten und Feldkomponenten müssen gesondert untersucht werden.

Die Dimensionierung der Steuerung darf nicht allein nach der Gesamtzahl der I/O erfolgen. Die Anzahl analoger und digitaler Bausteine, Ablaufsteuerungen, erweiterte Regelungsfunktionen, Kommunikationsverbindungen, Archivierungs- und Diagnoselast, Sicherheitsprogramm, Strategie zum Laden von Änderungen und Kapazitätsreserven werden gemeinsam berechnet. Neben dem Normalbetrieb werden beim FAT auch die Übernahme durch den Redundanzpartner sowie das Verhalten bei Kommunikationsunterbrechung, Stromausfall und Resynchronisation geprüft. Auch wenn die Sicherheitsfunktion innerhalb derselben Systemfamilie umgesetzt wird, unterliegen die jeweilige F/FH-Konfiguration, die Zertifikate und der Sicherheitslebenszyklus gesonderten Anforderungen.

Siemens SIMATIC S7 CPU 410-5H-Steuerung für die Prozessautomatisierung
Die Familie SIMATIC S7-410 wird für Skalierbarkeits- und Hochverfügbarkeitsziele in der Automatisierungsebene von PCS 7 betrachtet; die konkrete CPU und Redundanzstruktur werden anhand der Projektlast ausgewählt. Bild: offizielle Siemens-Seite zu Prozessautomatisierungssystemen.

Dezentrale Prozess-I/O: SIMATIC ET 200SP HA

Die prozessnahe Erfassung von Feldsignalen kann den Bedarf an mehradrigen Kabeln, die Klemmenanzahl und die Belegungsdichte zentraler Schaltschränke reduzieren. Siemens positioniert SIMATIC ET 200SP HA für die Anforderungen der Prozess- und Fertigungsindustrie an hohe Verfügbarkeit, Robustheit und Flexibilität. Die aktuelle Seite zu dezentraler Prozess-I/O hebt den kompakten modularen Aufbau, die PROFINET-basierte Anbindung, Sicherheits- und Ex-Optionen sowie Push-in- oder D-Sub-Anschlusstechniken hervor. Im konkreten Projekt reicht diese allgemeine Beschreibung der Produktfamilie nicht aus; Interfacemodul, Träger, Klemmenblock und die genaue Bestellvariante jedes I/O-Moduls müssen gemeinsam geprüft werden.

Die Auswahlliste beginnt mit dem Signaltyp: Digitale 24 V-Signale, analoge Strom-/Spannungssignale, RTD oder Thermoelemente sowie HART-, NAMUR-, fehlersichere oder Ex-i-Kanäle haben nicht dieselben Eigenschaften. Leitungslänge, Schirmung, Erdung, galvanische Trennung, Umgebungstemperatur, Schaltschrank-Schutzart und Leistungsbudget für die Feldversorgung sind Auslegungsparameter. Wo redundante Interfacemodule oder redundante I/O erforderlich sind, wird anhand der Auswirkungen eines Ausfalls auf Produktion und Sicherheit festgelegt. Auch bei einer Variante, die den Modultausch im laufenden Betrieb unterstützt, muss die Instandhaltungsanweisung die korrekte Modulidentifikation, Prozessauswirkungen, Bypass, Kanalprüfung und Aufzeichnungen zur Wiederinbetriebnahme umfassen.

Dezentrale Prozess-I/O-Station Siemens SIMATIC ET 200SP HA mit Verkabelung
SIMATIC ET 200SP HA überträgt Prozesssignale in einem modularen, dezentralen Aufbau an PCS 7; der Bedarf an Standard-, HART-, fehlersicheren oder Ex-Funktionen wird auf Kanal- und Produktvariantenebene festgelegt. Bild: offizielle Siemens-Seite zu dezentraler Prozess-I/O.

Operatorsystem, Alarmmanagement und menschliche Faktoren

Ein Leitsystem wird nicht dafür ausgelegt, möglichst viele Daten auf dem Bildschirm anzuzeigen, sondern damit das Bedienpersonal die jeweilige Situation rechtzeitig richtig erfasst. Eine einheitliche Navigation von der Übersicht über die Teilanlage bis zum Aggregat, normale Betriebsbereiche der Prozesswerte, Trendvergleiche und Aggregatbildbausteine müssen im Voraus standardisiert werden. Farben sollten nur für Alarme oder wichtige Zustände verwendet werden; der Normalbetrieb sollte ruhig und gut lesbar dargestellt bleiben. Mehrere Monitore oder ein großer Bildschirm beheben keine mangelhafte Hierarchie.

Die Alarmplanung besteht nicht lediglich aus oberen und unteren Grenzwerten, die am Ende der Tag-Liste ergänzt werden. Für jeden Alarm werden die erwartete Bedienhandlung, Reaktionszeit, Priorität, mögliche Ursache und Auswirkung definiert. Wiederkehrende oder kurzzeitige Alarme sowie Alarmfluten mit derselben Grundursache werden während der Inbetriebnahme analysiert. Berechtigungen für Stummschaltung, zeitweilige Zurückstellung, Unterdrückung und Außerbetriebnahme zu Instandhaltungszwecken müssen den Anlagenverfahren entsprechen. Ohne gemeinsame Zeitsynchronisation von Steuerungen, Servern und angeschlossenen Package Units wird die Untersuchung der Ereignisreihenfolge erschwert.

Anforderungen an Chargenprozesse, Rezepturen und modulare Anlagen

In der Chargenproduktion sind nicht nur die Sollwerte der Rezeptur wichtig, sondern auch das Verfahren, die Teilanlagenzuordnung, die Materialidentität, Phasenübergänge, Bedienerbestätigungen und die Erfassung von Abweichungen. Bei der Planung eines PCS 7-Projekts muss der Rezeptur- oder Batch-Umfang frühzeitig festgelegt werden; nachträglich ergänzte separate Anwendungen können Lücken bei Datenintegrität und Benutzerverwaltung verursachen. In regulierten Bereichen wie der Pharma- oder Lebensmittelindustrie werden elektronische Aufzeichnungen, Audit Trail, Zugriffs- und Freigabekonzepte anhand der Qualitätsanforderungen der Anlage überprüft. Die aktuelle Vorstellung von PCS 7 V10.0 durch Siemens nennt Verbesserungen bei GMP-bezogenen Audit-Funktionen; diese Eigenschaft allein garantiert jedoch keine regulatorische Konformität der Anlage.

Die Unterstützung von Modular Type Package (MTP) zielt darauf ab, modulare Prozesseinheiten anhand einer standardisierten Beschreibung in die übergeordnete Orchestrierungsebene einzubinden. Nicht jede Package Unit mit der Angabe MTP lässt sich automatisch problemlos integrieren. Unterstütztes Profil und Version, Bedeutung der Dienste, Alarm- und Schnittstellenverhalten, Benennung, sicherheitstechnische Abgrenzung und die Vereinbarung über lieferantenübergreifende Verantwortlichkeiten müssen geprüft werden. Die Zuständigkeiten der lokalen Steuerung der Package Unit und der Bedienbefehle in PCS 7 werden eindeutig dokumentiert.

V10.0, Virtualisierung und Rechnerarchitektur

Die aktuelle PCS 7-Produktseite von Siemens stellt die Neuerungen von V10.0 unter der Hauptversion vor; aktuelle Supportdokumente veröffentlichen die Änderungen von V10.0 SP1 gesondert. Deshalb ist „PCS 7 V10“ allein keine ausreichende technische Spezifikation. Hauptversion, Service Pack, Update-Stand und Hotfix-Status des zu installierenden Systems müssen anhand der Kompatibilitätsmatrix der eingesetzten PCS 7-Komponenten und Drittanbietersoftware ausgewählt werden. Bevor ein älteres Projekt direkt auf die Zielversion migriert wird, werden erforderliche Zwischenhochrüstungen, Bibliothekskonvertierung, Hardwareunterstützung und Lizenzpfad geprüft.

Virtualisierung kann Serverhardware konsolidieren und die Datensicherung erleichtern; sie hebt jedoch keine Grenzen hinsichtlich Echtzeitverhalten, Lizenzen und Verfügbarkeit auf. Ausfälle von Host, Speicher, Netzwerkkarte und Hypervisor sowie Sicherungslast und Zeitsynchronisation sind gesonderte Fehlerszenarien. Ressourcenreservierung, unterstützte Plattform, Virenschutz/Anwendungsfreigabeliste und Wiederherstellungstests müssen entsprechend der Herstellerdokumentation eingerichtet werden. Das Vorhandensein einer Sicherungsdatei ist kein Nachweis der Wiederherstellbarkeit; das Starten in einer isolierten Umgebung und die Wiederherstellungszeit einer ausgewählten Station müssen regelmäßig überprüft werden.

Cybersicherheit geht über eine Produkteigenschaft hinaus

Die Sicherheitsfunktionen von PCS 7 sind ein Bestandteil des anlagenweiten Schutzkonzepts. Das Steuerungsnetzwerk muss in Prozessbereiche und Sicherheitszonen unterteilt werden; nur erforderliche Datenflüsse dürfen zugelassen werden, und Fernzugriffe müssen über einen kontrollierten Zugang erfolgen. Berechtigungen für die Engineering-Station, Bedienfunktionen und Verwaltungswerkzeuge müssen nach dem Prinzip der geringsten Rechte rollenbasiert vergeben werden. Gemeinsam genutzte Konten, unkontrollierte USB-Nutzung und direkte Internetverbindungen erhöhen das Risiko unabhängig davon, wie aktuell die Produktversion ist.

Patch-Entscheidungen müssen zwischen „sofort installieren“ und „nichts verändern“ abgewogen werden. Siemens-Sicherheitsmitteilungen, Kompatibilitätsinformationen, die Bedrohungslage der Anlage und geplante Stillstände werden bewertet; Änderungen werden zunächst in einer repräsentativen Testumgebung erprobt. Das Inventar erfasst Hardware, Firmware, Betriebssystem, PCS 7-Komponenten, Bibliotheken und Lizenzversionen. Bei der Übertragung von Ereignisprotokollen an eine zentrale Überwachung müssen Prozessperformance und Zugriffsgrenzen gewahrt bleiben. Offline- oder unveränderbare Sicherungskopien sowie die für die Wiederherstellung Verantwortlichen werden im Voraus festgelegt.

Fahrplan für Modernisierung und Inbetriebnahme

  1. Bestandsaufnahme und kritische Funktionen: Erfassen Sie vorhandene Steuerungen, I/O, Netzwerke, Stationen, Software, Schnittstellen und Datensicherungen; klassifizieren Sie die Auswirkungen eines Stillstands.
  2. Zielarchitektur: Definieren Sie Steuerungsbereiche, Redundanz, Server/Clients, Zeitsynchronisation, Domäne, Archivierung und Anbindungen an übergeordnete Systeme in einem Blockdiagramm.
  3. Migrationsstrategie: Dokumentieren Sie Risiken und Rückfallplan für die Umstellung in einem einzigen Stillstand, die teilanlagenweise Migration, eine temporäre Netzwerkbrücke oder die schrittweise I/O-Umrüstung.
  4. Standardbibliothek: Validieren Sie typische Steuermodule, Alarmregeln, Grafikobjekte und Benennung an einer Pilotteilanlage.
  5. FAT: Testen Sie neben normalen Szenarien auch Kommunikationsverlust, Übernahme durch das Redundanzsystem, Serverausfall, Spannungswiederkehr und fehlerhafte Bedienhandlungen.
  6. SAT und Performance: Dokumentieren Sie das tatsächliche Feldsignal, die Ergebnisse der Messkreisprüfung, die Reglereinstellung, die Alarmlast und die Systemreaktionszeiten.
  7. Übergabe: Schließen Sie die Übergabe von Quellprojekt, Lizenzen, Sicherungskopien, Bestandszeichnungen, Prüfprotokollen, Schulungen und Supportkontakten anhand einer einzigen Übergabeliste ab.

Was im Angebot ausdrücklich aufgeführt sein muss

  • PCS 7-Hauptversion, Update-Stand, unterstütztes Betriebssystem und Lizenzumfang
  • Annahmen zu Regelungsmodulen, Prozessobjekten, I/O, Clients, Servern, Archiven und künftigen Kapazitäten
  • S7-410-CPU-Konfiguration, Redundanzgrenzen, Kommunikationsmodule und eingeplante Leistungsreserve
  • Vollständige Modul- und Klemmenliste für ET 200SP HA-Stationen sowie HART-, Ex-, fehlersichere und Redundanzoptionen
  • Engineering-Bibliothek, Grafikstandard, Alarmphilosophie sowie Umfang von Batch/MTP und Berichtswesen
  • Schnittstellenverantwortlichkeiten für Fremdaggregate, Analysatoren, elektrische Anlagen, MES/LIMS und Instandhaltungssoftware
  • FAT/SAT-Szenarien, Simulation, Leistungskriterien, Cybersicherheitshärtung und Wiederherstellungstest
  • Upgrade-Berechtigung, Ersatzteile, Service-Level, Schulung, Bestandsdokumentation und Lebenszyklusunterstützung

Ein erfolgreiches PCS 7-Projekt besteht nicht darin, zahlreiche Siemens-Komponenten in einem Netzwerk zusammenzuführen, sondern darin, Prozesswissen in ein einheitliches, prüfbares und nachhaltig betreibbares Betriebsmodell zu überführen. Systemversion, Controller- und I/O-Auswahl bilden die technische Grundlage dieses Modells. Der eigentliche Mehrwert entsteht, wenn klare Anforderungen, bedarfsgerechte Redundanz, konsequente Bibliotheksführung, bedienerorientierte Gestaltung und geplantes Lebenszyklusmanagement gemeinsam umgesetzt werden.