/ INDUSTRIELLE LÖSUNG 17

Errichtung von Rechenzentren (Datacentern) und Infrastrukturautomatisierung

Ein unterbrechungsfrei arbeitendes Rechenzentrum (Datacenter) beginnt mit einer fachgerecht errichteten Elektro- und Automatisierungsinfrastruktur.

Bei Rechenzentrumsprojekten (Datacenter-Projekten) übernehmen wir mit unserem eigenen Engineering-Team die Elektro- und Automatisierungsplanung, den Schaltschrankbau, die Kühlungs- und Energieautomatisierung, die BMS/DCIM-Monitoringebene, die OT-Netzwerksicherheit sowie Prüfung und Inbetriebnahme. Leistungen wie Gebäudetechnik, Architektur und strukturierte Verkabelung ergänzen wir bei Bedarf durch die Koordination von Nachunternehmern zu einer schlüsselfertigen Lösung.

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Errichtung von Rechenzentren (Datacentern) und Infrastrukturautomatisierung-Lösung
OSKONErrichtung von Rechenzentren (Datacentern) und Infrastrukturautomatisierung
/ WARUM RECHENZENTRUMSINFRASTRUKTUR?

Nicht die Server bestimmen die Verfügbarkeit, sondern die Kette aus Energieversorgung, Kühlung und Monitoring.

01

Ein einzelner Punkt ohne Redundanz

Eine einzige nicht redundant ausgelegte Komponente in der Kette aus Verteilung, Umschaltung, unterbrechungsfreier Stromversorgung und Kühlung begrenzt die Verfügbarkeit des gesamten Rechenzentrumssaals auf ihr eigenes Niveau.

02

Infrastruktur ohne Messdatenerfassung

Werden Temperatur, Feuchte, Strom, Last und Energiedaten nicht auf einer gemeinsamen Monitoringebene zusammengeführt, werden sowohl die verbleibende Kapazität als auch zunehmende Risiken erst im Störungsfall sichtbar.

03

Zersplitterte Verantwortlichkeiten

Werden Elektro-, Gebäudetechnik-, Netzwerk- und Sicherheitsarbeiten unabhängig voneinander ausgeführt, bleiben die Schnittstellen zwischen den Systemen ungeklärt. Die Folgen zeigen sich vor Ort während der Inbetriebnahme.

/ ARBEITSMODELL

Unser eigenes Engineering als Basis,
bei Bedarf ein Leistungsumfang von A bis Z.

Unser Kerngeschäft bei Rechenzentrumsprojekten (Datacenter-Projekten) ist das Elektro- und Automatisierungsengineering: Planung, Schaltschrankbau, Montage vor Ort, Monitoringsoftware, Inbetriebnahme und Betriebsunterstützung liegen direkt in der Verantwortung unseres eigenen Teams. Werden Fachleistungen wie Architektur, gebäudetechnische Ausrüstung und strukturierte Verkabelung benötigt, führen wir diese mit Nachunternehmern aus; die Vertrags- und Baustellenkoordination bleibt dabei bei uns. Auch wenn der Leistungsumfang wächst, bleibt Ihr Ansprechpartner derselbe.

Mit unserem eigenen Team

Leistungen in unserer Engineering-Verantwortung

  • Elektro- und AutomatisierungsplanungLast- und Kurzschlussberechnungen, einpolige Schaltpläne, Selektivitätsanalyse, Schaltschrank- und Kabellisten sowie Aufstellungspläne.
  • Schaltschrankplanung und -fertigungFertigung, Stückprüfungen und Montage von Hauptverteilungen, Ausgangsverteilungen für die unterbrechungsfreie Stromversorgung sowie Schaltschränken für gebäudetechnische Anlagen und Automatisierung.
  • Kühlungs- und EnergieautomatisierungFolgeschaltlogik der Klimatisierung, Zuschaltung von Reserveaggregaten, Übergänge zur freien Kühlung sowie Regelung von Temperatur und Feuchte.
  • Monitoringebene: BMS, DCIM und SCADAZusammenführung von Umgebungs-, Energie- und Anlagendaten in einem einheitlichen Modell; Alarmpriorisierung, Trendaufzeichnung und Kapazitätsberichte.
  • OT-Netzwerk und CybersicherheitTrennung des Automatisierungsnetzwerks vom Unternehmensnetzwerk, Authentifizierung und Protokollierung des Fernwartungszugangs – Einzelheiten in unserer Lösung für OT-Cybersicherheit.
  • Prüfung, Inbetriebnahme und BetriebWerks- und Vor-Ort-Abnahmeprüfungen, integrierte Systemprüfung, Übergabedokumentation, Bedienerschulung und Engineering-Support nach dem Verkauf.
Mit Nachunternehmerkoordination

Ergänzende Leistungen für den schlüsselfertigen Umfang

  • Architektur- und BauarbeitenRaumtrennwände, Doppelböden, Brandabschnittsbildung und Umbauarbeiten.
  • Gebäudetechnische AusrüstungKaltwassersätze, Klimageräte, Rohrleitungsinstallation und Lüftungsarbeiten.
  • Beschaffung von EnergieversorgungskomponentenUnterbrechungsfreie Stromversorgungen, Generatoren, automatische Netzumschalter und Batteriesysteme.
  • Strukturierte VerkabelungKupfer- und Glasfaser-Backbone, Anschlussarbeiten innerhalb der Racks, Kennzeichnung und Prüfberichte.
  • Brandmeldung und BrandbekämpfungFrühwarnsysteme, Gaslöschanlagen und automatisierungsseitige Verriegelungen.
  • Physische SicherheitZutrittskontrolle, Kamerasysteme und Schließlösungen für Racks.

Auch bei diesen Leistungen erfolgen technische Spezifikation, Lieferantenauswahl, Baustellenterminplanung und Abnahmeprüfungen im Rahmen unseres strukturierten Projektmanagements .

/ INFRASTRUKTUREBENEN

Von der Energieeinspeisung bis zur Racktür:
eine einheitliche Architektur.

Die Ebenen arbeiten nicht unabhängig voneinander: Das Verhalten der Kühlung bestimmt den Energieverbrauch, ein Stromausfall wiederum die Wiederanlaufzeit der Kühlung. Deshalb planen wir die fünf Ebenen nicht als separate Projekte, sondern innerhalb derselben Steuerungs- und Monitoringarchitektur.

  1. 01EnergieMittel- und Niederspannungsverteilung, Generatoren und Netzumschaltung, unterbrechungsfreie Stromversorgung, Rack-Zuleitungen sowie Messwerterfassung mit Zählern und Netzanalysatoren.
  2. 02KühlungKlimaregelung, Warm-/Kaltgangtrennung, freie Kühlung, Feuchte- und Druckregelung sowie Management der Reserveaggregate.
  3. 03MonitoringBMS-, DCIM- und SCADA-Ebene; Alarmpriorisierung, Trendaufzeichnung sowie Kapazitäts- und Effizienzberichte.
  4. 04Netzwerk und SicherheitSegmentierung des Automatisierungsnetzwerks, sicherer Fernzugriff, Sitzungsprotokollierung und Änderungsüberwachung.
  5. 05BetriebWartungsplan, Ersatzteilmanagement, Störungsmeldeprozess, Änderungsprotokoll und regelmäßige Überprüfung.
/ SKALIERBARE ARCHITEKTUR

Für die heutige Last ausgelegt,
auf die Kapazität von morgen vorbereitet.

01

Raum- und Reihenarchitektur

Racks, Stromverteilung innerhalb der Reihen, Präzisionskühlung, Gangtrennung und Sicherheitskomponenten werden gemeinsam betrachtet. Standardisierte Blöcke beschleunigen den Kapazitätsausbau und reduzieren zugleich das Integrationsrisiko vor Ort.

02

Modulare Infrastrukturblöcke

Stromversorgung, Kühlung und IT-Fläche lassen sich als separate Kapazitätsblöcke planen. So orientiert sich die Anfangsinvestition am tatsächlichen Bedarf; neue Lasten werden kontrolliert und ohne Betriebsunterbrechung hinzugefügt.

03

Edge- und Mikrorechenzentren

Für Produktionsstandorte, Lager oder abgelegene Standorte werden kompakte, fernüberwachbare Installationen geplant, deren Schutz auf Risiken durch Staub, Temperaturschwankungen, Feuchte und unbefugten Zugriff abgestimmt ist.

04

Kontrolle auf Rack-Ebene

Messwerterfassung an der Rack-PDU, Lastüberwachung je Steckdose oder Zuleitung, Temperatur- und Feuchtesensoren, Türzugang und Kabelmanagement werden gemeinsam konzipiert, um die verbleibende Kapazität sichtbar zu machen.

/ DURCHGÄNGIGE SYSTEMARCHITEKTUR

Nicht einzelne Geräte,
sondern ein zusammenwirkendes Ökosystem.

Energieeinspeisung, Verteilerschränke und unterbrechungsfreie Stromversorgung sowie Präzisionskühlung, Racks, Kabeltrassen, physische Sicherheit und zentrales Monitoring sind Bestandteile desselben Betriebsszenarios. Unsere Planungsentscheidungen beruhen auf einer gemeinsamen Bewertung des Zusammenspiels dieser Komponenten im Normalbetrieb, bei Wartung und im Störungsfall.

Durchgängige Rechenzentrumsinfrastruktur mit gemeinsamer Darstellung der Ebenen Energieverteilung, UPS, Kühlung, Racks, Verkabelung, Sicherheit und zentrales Monitoring
Gesamtansicht der InfrastrukturStromversorgung · Kühlung · Rack · Netzwerk · Sicherheit · Monitoring
/ ENGINEERING-UMFANG

Von der Planung bis zur Inbetriebnahme
eine durchgängige Verantwortungskette.

Dasselbe Team erstellt die Planung, fertigt den Schaltschrank, entwickelt die Software und nimmt die Anlage vor Ort in Betrieb. Schnittstellen werden nicht zwischen Unternehmen, sondern innerhalb eines einheitlichen Engineerings geklärt.

01 / PLANUNG

Elektro- und Automatisierungsprojektierung

Lastanalyse, einpolige Schaltpläne, Kurzschluss- und Selektivitätsberechnungen, Schaltschrank- und Kabellisten sowie Aufstellungs- und Trassenpläne.

02 / FERTIGUNG

Schaltschrankfertigung und Montage vor Ort

Fertigung von Verteilerschränken, Ausgangsverteilungen für die unterbrechungsfreie Stromversorgung und Automatisierungsschaltschränken; Stückprüfungen, Montage vor Ort sowie Kontrolle der Verkabelung und Kennzeichnung.

03 / STEUERUNG

Kühlungs- und Energieautomatisierung

Folgeschaltlogik der Klimatisierung, Zuschaltung von Reserveaggregaten, Übergang zur freien Kühlung sowie stabile Regelung von Temperatur und Feuchte in den Gängen.

04 / TRANSPARENZ

BMS, DCIM und SCADA

Zusammenführung von Umgebungs-, Energie- und Anlagendaten auf einer zentralen Bedienoberfläche; Alarmpriorisierung, Trendaufzeichnung sowie Kapazitäts- und Effizienzberichte.

05 / SICHERHEIT

OT-Netzwerk und Zugriffskontrolle

Trennung des Automatisierungsnetzwerks vom Unternehmensnetzwerk sowie Beschränkung des Fernwartungszugangs durch Authentifizierung und Sitzungsprotokollierung.

06 / VERIFIZIERUNG

Prüfung und Inbetriebnahme

Werksabnahme, Standortabnahme und integrierte Systemtests; szenariobasierte Ausfallproben, Alarmvalidierung und Übergabedokumentation.

/ KONTINUIERLICHE ÜBERWACHUNG

Kapazität, Energie und Temperatur
auf einem Bildschirm ablesen.

Energieanalysatoren, Umgebungssensoren und die Gerätekommunikation werden in einem einheitlichen Datenmodell zusammengeführt. Last je Rack, Temperatur je Gang und Effizienz je Standort lassen sich auf derselben Zeitachse vergleichen. So beruhen Kapazitätsentscheidungen auf Messwerten statt auf Schätzungen.

/ BETRIEBLICHE TRANSPARENZ

Einen Alarm zu sehen, reicht nicht;
kennen Sie seine Auswirkungen und den nächsten Schritt.

01

Anlagen- und Inventarverwaltung

Racks, Stromverteilung, Kühlung und Sensoren werden in einem gemeinsamen Inventar erfasst; Informationen zu Standort, Anbindung, Wartung und Lebenszyklus bleiben aktuell.

02

Kapazitäts- und Szenarioplanung

Vor dem Hinzufügen neuer Racks oder Lasten mit hoher Leistungsdichte werden die Auswirkungen auf Stromversorgung, Kühlung und Platzbedarf gemeinsam bewertet. So entsteht ein Investitionsplan, bevor Engpässe auftreten.

03

Intelligentes Alarmmanagement

Sich gegenseitig auslösende Alarme werden miteinander verknüpft, nach Schweregrad priorisiert und zusammen mit der Historie der betroffenen Geräte angezeigt. Die Reaktionszeit verkürzt sich, die Alarmmüdigkeit nimmt ab.

04

Änderungs- und Auswirkungsanalyse

Geplante Wartungen, Verlagerungen und Kapazitätsänderungen werden über dokumentierte Arbeitsabläufe verwaltet. Die Auswirkungen der Außerbetriebnahme eines Geräts auf die Stromversorgungs- und Kühlkette werden vor dem Eingriff bewertet.

/ WIE LÄUFT DAS PROJEKT AB?

Vom Kapazitätsziel bis zum Betrieb,
in sechs kontrollierten Schritten.

  1. 01
    Bedarfs- und Kapazitätsanalyse

    Rackanzahl, Leistung je Rack, Wachstumsszenario, Verfügbarkeitsziel und zulässige Ausfallzeit werden festgelegt.

  2. 02
    Planung und Dokumentation

    Die Elektro-, Automatisierungs- und Überwachungsarchitektur wird ausgearbeitet; Redundanzniveau, Berechnungen, Schaltpläne und die zur Freigabe vorzulegenden Planungsunterlagen werden erstellt.

  3. 03
    Beschaffung und Fertigung

    Schaltschrankbau, Gerätebeschaffung und Leistungsumfang der Nachunternehmer werden nach einem einheitlichen Terminplan und einer einheitlichen technischen Spezifikation umgesetzt.

  4. 04
    Montage vor Ort und Integration

    Montage, Verkabelung, Kennzeichnung und systemübergreifende Kommunikation werden anhand von Checklisten Schritt für Schritt abgeschlossen.

  5. 05
    Inbetriebnahme und Prüfungen

    Abnahmeprüfungen, Redundanz- und Umschaltszenarien, Alarmvalidierung und der integrierte Systemtest werden gemeinsam durchgeführt.

  6. 06
    Betrieb und Optimierung

    Wartungsplan, Fernsupport, Kapazitätsberichte und Änderungsmanagement werden eingeführt; die Systemüberwachung wird fortgeführt.

/ ZUGRUNDE GELEGTE REGELWERKE

Planungsentscheidungen
basieren auf anerkannten Regelwerken.

TIA-942Gebäudeinfrastruktur von Rechenzentren: Raumaufteilung, Verkabelung, Energieversorgung und Klimatisierung.
EN 50600Europäische Normenreihe für Gebäude und Infrastruktur; Verfügbarkeits- und Effizienzklassen.
ASHRAE TC 9.9Empfohlene Temperatur- und Luftfeuchtebereiche für den Betrieb von IT-Geräten.
IEC 61439Bauartnachweis und Stückprüfungen für Niederspannungs-Schaltgerätekombinationen.
IEC 62443Anforderungen an die Cybersicherheit industrieller Automatisierungs- und Steuerungssysteme.
ISO/IEC 30134Regeln zur Messung und Berichterstattung von Leistungskennzahlen für Rechenzentren, einschließlich PUE.

Diese Regelwerke dienen als Grundlage für Planung und Verifizierung; Zertifizierungsverfahren werden auf Anfrage gesondert mit den zuständigen Stellen durchgeführt.

/ ANWENDUNGSBEREICHE

Die Größe des Rechensaals variiert,
die ingenieurtechnische Sorgfalt bleibt.

01

Unternehmenseigene Rechenzentren (Datacenter)

Aufbau oder vollständige Erneuerung der Stromversorgungs-, Kühlungs- und Überwachungsinfrastruktur für Unternehmen, die ihren eigenen Rechensaal betreiben.

02

Systemräume in Fabriken

Infrastruktur für Räume mit Automatisierungs-, MES- und Historian-Servern in Produktionsstätten sowie deren Integration in das Produktionsnetzwerk.

03

Edge- und dezentrale Systemräume

Kleine, einsatzortnahe Installationen mit wenigen Racks, die unbesetzt betrieben und aus der Ferne überwacht werden.

04

Kapazitätserweiterung und Erneuerung

Schrittweise Ergänzung von Racks, Erneuerung von Schaltschränken und unterbrechungsfreie Modernisierung der Überwachungsebene im laufenden Rechensaalbetrieb.

/ NÄCHSTE LÖSUNGRobotik- und Automatisierungssysteme für das Linienende
/ KLÄREN WIR DEN NÄCHSTEN SCHRITT

Rechenzentrumsinfrastruktur
Lassen Sie uns Ihren Bedarf gemeinsam analysieren.

Lassen Sie uns Ihre Anforderungen an Kapazität, Energieversorgung, Kühlung und Überwachung gemeinsam mit dem Team für Infrastrukturtechnik bewerten.

Bestandsaufnahme der Infrastruktur anfordern Ihre Anfrage wird direkt an das zuständige Engineering-Team weitergeleitet.