Cybersicherheitsberatung unterstützt Organisationen dabei, ihr Cybersicherheitsniveau zu bewerten und zu verbessern. Dazu gehören Sicherheitsbewertungen, die Implementierung von Sicherheitstechnologien, Mitarbeiterschulungen und Empfehlungen zur Verringerung von Cyberrisiken.
Cybersicherheitsberatung ist wichtig, da sich Cyberbedrohungen ständig weiterentwickeln und Organisationen potenziellen Bedrohungen einen Schritt voraus sein müssen, um ihre sensiblen Informationen und Daten zu schützen. Cybersicherheitsberater helfen Organisationen dabei, Schwachstellen zu erkennen und zu beheben, bewährte Verfahren anzuwenden und einen Plan zur Reaktion auf Cyberbedrohungen zu entwickeln. Organisationen jeder Größe und Art können von Cybersicherheitsberatung profitieren, darunter kleine und mittlere Unternehmen, Großunternehmen, staatliche Einrichtungen, Gesundheitsorganisationen, Finanzinstitute und Einzelhandelsunternehmen.
Warum sollten Sie eine Cybersicherheitsberatung in Anspruch nehmen?
- Ermitteln Sie Ihre Risiken durch Bedrohungen
Im Rahmen der Cybersicherheitsberatung wird eine umfassende Risikobewertung durchgeführt, um potenzielle Schwachstellen und Risiken in der digitalen Infrastruktur Ihrer Organisation zu ermitteln. So können Sie Ihre Cybersicherheitsmaßnahmen priorisieren und Ressourcen entsprechend zuweisen.
- Profitieren Sie von unserer Fachkompetenz und unserem Wissen
Cybersicherheitsberater verfügen über umfassendes Wissen und Fachkompetenz im Bereich der Cybersicherheit. Sie halten sich über aktuelle Bedrohungen und Technologien auf dem Laufenden und beraten Sie zu bewährten Verfahren und Lösungen zum Schutz Ihrer Organisation vor Cyberangriffen.
- Setzen Sie aktuelle Sicherheitsmaßnahmen um
Cybersicherheitsberater halten sich über die neuesten Sicherheitsmaßnahmen und bewährten Verfahren auf dem Laufenden. Sie beraten Sie zu aktuellen Technologien und Prozessen, mit denen Sie die Systeme und Daten Ihrer Organisation absichern können.
- Planen Sie Prozesse zur Reaktion auf Sicherheitsvorfälle
Bei einem Cyberangriff oder einer Sicherheitsverletzung unterstützt die Cybersicherheitsberatung Ihre Organisation dabei, schnell und wirksam zu reagieren, um die Auswirkungen des Vorfalls zu minimieren und künftige Angriffe zu verhindern.
IT-Cybersicherheit
Die Begriffe Cybersicherheit und Sicherheit der Informationstechnologie (IT) werden häufig synonym verwendet. In den meisten Fällen führt dies nicht zu gravierenden Missverständnissen, doch die beiden Begriffe bezeichnen unterschiedliche Verantwortungsbereiche im Sicherheitskontext. Auch wenn diese Verwechslung meist harmlos ist, macht die in den letzten Jahren gestiegene Zahl von Angriffen eine klarere Abgrenzung in dieser Branche erforderlich – selbst bei der Beschreibung dieser beiden Formen digitaler Sicherheit.
IT-Sicherheit umfasst einen breiteren Bereich, der sowohl digitale als auch analoge Informationen einschließt. Sie bezeichnet den Schutz der IT-Ressourcen einer Organisation (Computersysteme, Netzwerke, digitale Geräte, Daten) vor unbefugtem Zugriff, Datenschutzverletzungen, Cyberangriffen und anderen böswilligen Aktivitäten. IT-Sicherheit umfasst auch die physische Zutrittskontrolle und Richtlinien zur Datenverwaltung. Cybersicherheit konzentriert sich enger auf Bedrohungen aus dem Internet, die ein System gefährden könnten. Darüber hinaus befasst sie sich mit Cyberkriminalität, Angriffen, Betrug und Strafverfolgung. Der Schwerpunkt der Cybersicherheit liegt stärker auf vorbeugenden Maßnahmen und dem Risikomanagement.
OT-Cybersicherheit
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Cybersicherheit ist die Sicherheit der Betriebstechnologie (OT). Betriebstechnologie (OT) bezeichnet den Einsatz von Hardware und Software zur Überwachung und Steuerung physischer Prozesse, Geräte und Infrastrukturen. OT-Systeme sind in zahlreichen anlagenintensiven Branchen zu finden und übernehmen vielfältige Aufgaben – von der Überwachung kritischer Infrastruktur (CI) bis zur Steuerung von Robotern in der Produktion. OT wird unter anderem in der Fertigung, der Öl- und Gasindustrie, der Stromerzeugung und -verteilung, der Luftfahrt, der Schifffahrt, im Schienenverkehr und in der öffentlichen Versorgung eingesetzt. OT-Sicherheit lässt sich als „Anwendungen und Technologien zum Schutz von Menschen, Anlagen und Informationen, zur Überwachung und/oder Steuerung physischer Geräte, Prozesse und Ereignisse sowie zur Auslösung von Zustandsänderungen in betrieblichen OT-Systemen“ definieren. OT-Sicherheitslösungen umfassen zahlreiche Sicherheitstechnologien, von Next-Generation-Firewalls (NGFW) über Systeme für Sicherheitsinformations- und Ereignismanagement (SIEM) bis hin zum Identitäts- und Zugriffsmanagement und vielem mehr.
Traditionell war OT-Cybersicherheit nicht erforderlich, da OT-Systeme nicht mit dem Internet verbunden waren. Dadurch waren sie externen Bedrohungen nicht ausgesetzt. Mit der Ausweitung von Initiativen zur digitalen Innovation (DI) und der zunehmenden Konvergenz von IT- und OT-Netzwerken neigten Organisationen dazu, einzelne Insellösungen zur Behebung spezifischer Probleme miteinander zu kombinieren. Diese Ansätze zur OT-Sicherheit führten zu einem komplexen Netzwerk, in dem die Lösungen weder Informationen austauschen noch vollständige Transparenz schaffen konnten.
Was ist der Unterschied zwischen IT- und OT-Cybersicherheit?
Es ist wichtig, den Unterschied zwischen IT und OT zu verstehen, da beide häufig verwechselt werden. Während die Betriebstechnologie (OT) Anlagen und Geräte steuert, verwaltet die Informationstechnologie (IT) Daten. Die IT konzentriert sich insbesondere auf den Schutz der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Systemen und Daten.
Was ist IT/OT-Konvergenz?
Die Integration von IT- und OT-Systemen hat die Vernetzung dieser zuvor getrennten Umgebungen verstärkt. Dies ermöglicht Organisationen eine höhere Effizienz, mehr Transparenz und Kontrolle über ihre Betriebsabläufe sowie bessere Entscheidungsgrundlagen. Ein wesentliches Beispiel für IT/OT-Konvergenz sind Geräte des industriellen Internets der Dinge (IIoT), bei denen physische Geräte, Sensoren und Maschinen meist über die Cloud mit IT-Netzwerken verbunden werden. Diese Geräte ermöglichen Datenerfassung, Fernüberwachung und Leistungsanalysen. Dadurch können Betreiber kritischer Infrastrukturen ihre Automatisierung verbessern, Wartungsbedarf vorhersagen und Entscheidungen in Echtzeit treffen.
Diese Form der IT/OT-Konvergenz hat es Organisationen ermöglicht, ihre Initiativen zur digitalen Transformation erheblich zu beschleunigen. Durch die Zusammenführung von IT- und OT-Systemen können Organisationen ihre Prozesse weiter automatisieren, um menschliche Fehler zu reduzieren, die Produktivität zu steigern und ihre Betriebsabläufe zu optimieren. Zudem gewinnen sie tiefere Einblicke in ihre Abläufe und können dank verbesserter Datentransparenz datengestützte Entscheidungen treffen. Als wesentlicher Wegbereiter der digitalen Transformation hilft die IT/OT-Konvergenz dabei, betriebliche Prozesse mit digitalen Möglichkeiten in Einklang zu bringen, und verändert so die Art und Weise, wie Unternehmen Mehrwert schaffen. Obwohl die Integration von IT und OT Kosteneinsparungen und einen effizienteren Ressourceneinsatz verspricht, bringt die zunehmende Vernetzung auch Herausforderungen mit sich. Je mehr IT-Geräte und -Systeme mit OT-Umgebungen verbunden werden und je weiter sich das erweiterte Internet der Dinge (XIoT) ausbreitet, desto mehr Organisationen werden die damit verbundenen Auswirkungen erfahren.
Auswirkungen der IT/OT-Konvergenz auf die Cybersicherheit
IT- und OT-Systeme haben sehr unterschiedliche Sicherheitsanforderungen und sind jeweils spezifischen Cyberbedrohungen ausgesetzt. Dies kann zu einer Beeinträchtigung der IT- und OT-Abläufe innerhalb der Organisation führen. Um den Schutz ihrer Systeme vor Cyberbedrohungen sicherzustellen, sind spezifische Sicherheitskontrollen und die Zusammenarbeit zwischen IT- und OT-Sicherheitsteams erforderlich. Dafür benötigen Organisationen Sicherheitsfachkräfte mit Fachkompetenz sowohl in der IT- als auch in der OT-Sicherheit, um die Sicherheit kritischer Infrastrukturen und Prozesse zu gewährleisten. Die Umsetzung dieser Schritte für ein gemeinsames IT/OT-Sicherheitsbetriebszentrum (SOC) ermöglicht es Ihrer Organisation, Angriffen geschlossen entgegenzutreten und Ihre Umgebung ganzheitlich zu schützen.